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Mi, 11. Dezember 2013 WSE

Neues Projekt im Wiener Zentrum

© Schuberth und Schuberth ZT-KG

An der prominenten Adresse Rathausstraße 1 direkt an der Auerspergstraße im ersten Wiener Gemeindebezirk entsteht in den kommenden Jahren ein neues städtisches Büro- und Geschäftshaus, das vom Wien Holding Unternehmen WSE entwickelt wird.

Aus 145 Einreichungen beim zweistufigen, EU-weiten Architekturwettbewerb hat die Jury unter dem Vorsitz von Architekt DI Rüdiger Lainer nun ein Siegerprojekt der Architekten Stadler Prenn, Berlin, Schuberth und Schuberth ZT-KG sowie Ostertag Architects, Wien ermittelt. Der Entwurf wurde heute, Mittwoch, von Lainer und der Geschäftsführerin der Wien Holding, DI Sigrid Oblak, präsentiert.

"Ziel der Wien Holding als Ausloberin des Wettbewerbes war es, Planungsvorschläge zu erhalten, die unter Beachtung der städtebaulichen Rahmenbedingungen den Standort Rathausstraße 1 städtebaulich und architektonisch überzeugend und für die Zukunft in jeder Hinsicht nachhaltig neu formulieren", sagte DI Sigrid Oblak zum Ergebnis des offenen und anonymen Verfahrens.


v.l.n.r.: Architekt Dipl.-Ing. Rüdiger Lainer, Juryvorsitzender; Dipl.-Ing.in Sigrid Oblak, Geschäftsführerin Wien Holding; Architekt Dipl.-Ing. Gregor Schuberth,  Schuberth und Schuberth ZT-KG und Architekt Dipl.-Ing. Thomas Stadler, Stadler Prenn Architekten, Vertreter des Gewinnerprojekts © agentur wulz services

Erfolgreiche EU weite Ideensuche
Neben Architektenbüros aus ganz Österreich beteiligten sich Teams unter anderem aus Portugal, Frankreich, den Niederlanden, Deutschland, Spanien, Ungarn, Tschechien und der Schweiz am Wettbewerb. Acht Projekte wurden zur Weiterbearbeitung in der zweiten Verfahrensstufe ausgewählt. Der Entwurf der Architekten Stadler Prenn, Schuberth und Schuberth und Ostertag Architects überzeugte durch seine "ruhige" Umsetzung der Problemstellung. Die Jury beurteilte thematische Schwerpunkte ebenso wie die städtebauliche, baukünstlerische und funktionelle Lösung sowie die Wirtschaftlichkeit der eingereichten Projekte.

"Der Lösungsvorschlag verspricht wohl die ruhigste und wahrscheinlich die logischste Ergänzung des Rathauscarrées", heißt es in der Jurybewertung zum Siegerprojekt. "Durch die einfache Akzeptanz und Aufnahme der konisch zulaufenden Flucht an der Landesgerichtsstraße/Auerspergstraße und den einfachen fluchtenden Abschluss an der Stadion- und Doblhoffgasse gelingt ein vordergründig einfach und unspektakulär wirkender Baukörper, der seine Subtilität und Qualität im Detail findet. Die beiden Abschrägungen an den Ecken zur Auerspergstraße sind eine kleine Maßnahme mit großer städtebaulicher Wirkung",  ergänzt Juryvorsitzender DI Lainer.

"Unser Entwurf sieht ein städtisches Büro- und Geschäftshaus vor, das sich in das historische Umfeld integriert und eine unverwechselbare und zeitgenössische Position bezieht", erläutert DI Gregor Schuberth vom Büro Schuberth und Schuberth das erstgereihte Projekt.

Modernes, strukturell großzügiges neues Stadthaus
Der Baukörper des Gewinnerprojekts orientiert sich an den Baufluchten des bestehenden Rathauscarrées und ist an den beiden Gebäudeecken zur Auerspergstraße abgeschrägt. Um Engstellen zu vermeiden, ist der Fußgängerbereich im Erdgeschoß um eine Arkadenfläche erweitert. Die Rathausstraße bleibt durchlässig und wird durch eine entsprechende Freiraumgestaltung um eine platzähnliche Nutzung erweitert. Der Neubau mit einer Bruttogeschoßfläche von rund 12.500 Quadratmetern wird auf sechs Regelgeschosse und zwei Staffelgeschosse aufgeteilt. Die Traufenkante entspricht damit der historischen Traufenhöhe des Rathauscarrées. Somit bleibt der Neubau unter der Gebäudehöhe des jetzigen Bauwerkes aus den 1980er Jahren und integriert sich dadurch bestmöglich in das historische Ensemble.

Projektentwicklung Rathausstraße 1  
Auf dem rund 1.800 Quadratmeter großen Grundstück in der Rathausstraße befindet sich derzeit der so genannte "Glaspalast": ein Gebäude, das im Jahr 1980 als Amtshaus der Stadt Wien errichtet wurde und nach rund 35 Jahren nicht mehr den Anforderungen einer zeitgemäßen Büronutzung entspricht. Nach der Übersiedlung der Magistratsabteilung 14 – Automationsunterstützte Datenverarbeitung, Informations- und Kommunikationstechnologien – nach STAR22 in der Donaustadt, entwickelt die Wien Holding im Auftrag der Stadt Wien die Liegenschaft. Umgesetzt wird das Projekt in der Folge von einer Projektgesellschaft der Wien Holding-Tochter WSE Wiener Standortentwicklung GmbH.

Wien Holding Immobilien
Mit ihren Immobilienprojekten ist die Wien Holding maßgeblich an den dynamischen Modernisierungs- und Entwicklungsprozessen in der Stadt beteiligt, im innerstädtischen Bereich genauso wie in den Stadtentwicklungszonen in den Außenbezirken. Ziel ist es, zukunftsorientierte und nachhaltige Immobilienprojekte zu realisieren, die den Wirtschaftsstandort sichern und Arbeitsplätze schaffen.

Ausstellung zum Wettbewerb
Alle Wettbewerbseinreichungen werden im Rahmen einer Ausstellung präsentiert und können von 11.12.-18.12. täglich von 14.00-19.00 Uhr in der Rathausstraße 1 besichtigt werden.
 

Weitere Informationen:
Wien Holding - Geschäftsfeld Immobilien
WSE
 

 

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