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Die neue Saison des Theater an der Wien beginnt mit einem Gastspiel des Hamburg Ballett. © Kiran West

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Fr, 27. August VBW

Theater an der Wien: Intrada mit dem Hamburg Ballett

Das Theater an der Wien der Vereinigten Bühnen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, beginnt die Saison 2021/22 mit einem Gastspiel des Hamburg Ballett am 28. und 29. August 2021.

Choreograf John Neumeier kreierte mit seinem Beethoven-Projekt  II eine Hommage an Ludwig van Beethoven und versammelt Werke aus der Zeit des Heiligenstädter Testaments, kombiniert mit Ausschnitten aus Christus am Ölberge; der zweite Teil ist der Siebten Sinfonie (1812) gewidmet. Es singt Klaus Florian Vogt und spielt das Wiener KammerOrchester unter der Leitung von Constantin Trinks. Das Gastspiel des Hamburg Ballett "Meine Seele ist erschüttert | Beethoven-Projekt II" findet am Samstag, 28. August sowie Sonntag, 29. August 2021 im Theater an der Wien statt.

Eine Musik für Tanz in seiner reinsten Form
Ludwig van Beethovens Musik begann in der Arbeit des Choreografen John Neumeier erst spät eine Rolle zu spielen. 2018 kam sein Beethoven-Projekt I zur Uraufführung, und es sollte im Gedenkjahr zu Beethovens 250. Geburtstag 2020 fortgesetzt werden. In diesem Beethoven-Projekt II – das Corona-bedingt erst 2021 in neuer Konzeption uraufgeführt wurde – versammelt Neumeier im ersten Teil Werke aus der Zeit des Heiligenstädter Testaments (1802), die Violinsonate Nr. 7 c-moll und die Klaviersonate Nr. 21 C-Dur, kombiniert mit Ausschnitten aus Christus am Ölberge. Der zweite Teil ist der Siebten Sinfonie (1812) gewidmet.

Neumeier wollte Beethovens Musik jenseits des Mythos begreifen: "Ich hole sie von diesem Sockel herunter – die Musik wird intim. Sie ist nicht mehr nur das Werk eines bewunderten Meisters, sie muss etwas ganz Nahes werden – für mich persönlich, damit ich damit arbeiten kann. Genau wie mein erstes abendfüllendes Beethoven-Ballett betrachte ich die neue Kreation als Projekt: Es gibt keine nacherzählbare Handlung, es ist kein choreografisches Porträt, auch kein rein sinfonisches Werk. Beethoven-Projekt II basiert auf der Faszination und Verbindung eines Choreografen zu einem großen Musiker, mit einer Auswahl von Werken, die ihm zusagen. Diese Werke lassen eventuell biografische Fragmente erahnen; durch die Improvisation zu dieser Musik erfahre ich sie zugleich als geniale Tanzmusik – eine Musik für Tanz in seiner reinsten Form."

In seine Deutung der Teile aus Christus am Ölberge flossen Bezüge zu Beethovens Biografie ein: "Das Oratorium stellt einen innerlichen Kampf und ein Gebet Jesu dar, dass die Passion bitte nicht stattfinden möge. Das kann man interpretieren als Beethovens eigenes Gebet, komponiert zu einer Zeit, als ihm klar wurde, dass er sein Gehör endgültig verlieren würde. Wie Christus scheint er in seiner Musik darum zu bitten, dass dieser Kelch an ihm vorübergehen möge." Die Siebte Sinfonie hingegen ist für Neumeier frei von konkreten Bedeutungen: "Das Werk gilt als Beethovens tänzerischste Sinfonie, die am meisten auf rhythmischen Impulsen basiert. Daher sind alle Gedanken an eine narrative Handlung abwegig. Meine Choreografie ist eine Hommage an den Ursprung des Tanzes."

Termine
Samstag, 28. August 2021
Sonntag, 29. August 2021

jeweils um 19.00 Uhr im Theater an der Wien (Linke Wienzeile 6, 1060 Wien)

Tickets
Tickets sind in an den Tageskassen der Theater der Vereinigten Bühnen Wien (Ronacher, Raimund Theater und Theater an der Wien) sowie online und bei Wien Ticket im Callcenter (01/588 85, täglich von 08.00 – 20.00 Uhr), im Wien Ticket-Pavillon bei der Staatsoper (Herbert von Karajan Platz, 1010 Wien, täglich von 10.00 – 19.00 Uhr), auf www.wien-ticket.at und in allen weiteren Wien Ticket-Vorverkaufsstellen erhältlich.

Weitere Informationen:
Theater an der Wien
Theater an der Wien - Facebook
Wien Ticket
Wien Ticket - Facebook

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