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v.l.n.r.: Rudi Risatti, Leiter der Sammlungen für Modelle und Handzeichnungen am Theatermuseum, Marie-Theres Arnbom, Direktorin des Theatermuseums, Franz Patay, Geschäftsführer der VBW, Roland Geyer, scheidender Intendant des Theaters an der Wien © Katharina Schiffl

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Mo, 27. Juni VBW

VBW schenken Theatermuseum Bühnenbildmodelle gefeierter Opernproduktionen

Das Theatermuseum darf sich über einen bedeutenden Neuzugang in seine Sammlungen freuen: Roland Geyer, scheidender Intendant des Theaters an der Wien und Franz Patay, Geschäftsführer der Vereinigten Bühnen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, haben dem Theatermuseum 18 Bühnenbildmodelle gefeierter Opernproduktionen im Theater an der Wien übergeben.

Von einer „wunderbaren Bereicherung für das Haus“ sprach Rudi Risatti, Leiter der Sammlungen für Modelle und Handzeichnungen bei der Unterzeichnung des Schenkungsvertrags.

Im Jahr 2006 wurde Roland Geyer Intendant des Theaterhauses, das zu einem international führenden Zentrum für Barockoper und modernes, zeitgemäßes Musiktheater in Wien avancierte. 197 verschiedene szenische Opernproduktionen zwischen 2006 bis 2022 im Theater an der Wien und in der Kammeroper (seit 2012) haben einen nachhaltigen Beitrag zur Opernkultur Österreichs geleistet.


„Die Übernahme und Archivierung vieler Bühnenbild-Modelle meiner Ära von 2006-2022 durch das Theatermuseum bedeutet mir sehr viel“, äußerte sich Roland Geyer beim Übergabetermin, „denn so ist es in Zukunft möglich, dass Besucher*innen, Tourist*innen, Wiener*innen und Wissenschaftler*innen aus aller Welt einen großartigen Einblick in die Wiedereröffnung und nachfolgende 16-jährige Erfolgsperiode des Theaters an der Wien als Opernhaus nach 40 Jahren Musical erhalten können.“


Im Konvolut, das dem Theatermuseum nun geschenkt wurde, finden sich Modelle, die vor allem wegen einer „schärfenden“ Raumästhetik oder wegen ihres skulpturalen Designs bestechen. Für Rudi Risatti wie auch Roland Geyer zählt das Modell zu Paul Hindemiths Oper Mathis der Maler (2012) dazu, die erste und einzige Arbeit des südafrikanischen Bühnen- und Kostümbildners Johan Engels für das Theater an der Wien. Für diese stellte der Künstler Motive aus Matthias Grünewalds Isenheimer Altar (1506-1515) dreidimensional auf die Bühne, wie z. B. eine monumentale, fast 20 Meter lange Christus-Skulptur.


Die Britin Es Devlin schuf das Set für Hans Werner Henzes Oper Elegie für junge Liebende (2017, Regie: Keith Warner). Ihre Entwürfe standen Engels riesigen Bühnenbildern in nichts nach: Fünf große, symbolhafte, bespielbare Objekte, so zum Beispiel eine Schreibmaschine in dreißigfacher Vergrößerung, repräsentierten die Geisteswelt der Hauptfigur, des Dichters Mittenhofer.


Stilistisch das Gegenteil, nämlich schlicht und minimalistisch, ist die Szenographie von Johannes Leiacker, einem vielbeschäftigten Bühnenbildner während der Intendanz von Roland Geyer. Er kreierte unter anderem die Ausstattung zur Auftragskomposition und Uraufführung von Anno Schreiers Hamlet (2016, Regie: Christof Loy): Ein großer Einheitsraum mit mysteriösen Türen. Von der Leere geprägte Räume sind zu einer Art Markenzeichen von Leiacker geworden. Zu seinen Arbeiten für das Theater an der Wien zählt auch die „schräge“ Bühne zu Benjamin Brittens Peter Grimes in der Inszenierung von Christof Loy. Sie wurde mit dem International Opera Award als beste Produktion des Jahres 2015 ausgezeichnet.


Der Bestand an Bühnenbild- und Architekturmodellen im Theatermuseum zählt fast 1.000 Stück aus dem 18. bis 21. Jahrhundert und vertritt über 160 Künstler*innen. Durch den Kontakt mit Bühnenbildner*innen, Theatern und anderen Institutionen konnte die Sammlung im Laufe von mehr als sechzig Jahren immer wieder erweitert werden. Sie gibt somit einen umfassenden Einblick in die Theaterarbeiten österreichischer und internationaler Künstler.


Wie Marie-Theres Arnbom, Direktorin des Theatermuseums, betont, „wird dieses Material dazu beitragen, in einer immer digitaler planenden und arbeitenden Bühnenwelt das vielfältige und kreative Operngeschehen in Wien zu dokumentieren.“ Nach erfolgten konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen werden die Objekte im Theatermuseum aufgearbeitet und der Öffentlichkeit für Forschungstätigkeiten zugänglich gemacht und, abhängig vom Thema, auch in Sonderausstellungen Eingang finden.

Weitere Informationen:
Theater an der Wien
Theater an der Wien - Facebook

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