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Franz und Sue planen das Ballsportgymnasium am Viola Park © Franz und Sue ZT GmbH

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Mi, 8. Juni WSE

Viola Park: Franz und Sue planen Ballsportgymnasium

Nach der Neugestaltung des Stadions der Wiener Austria in Favoriten von 2016 bis 2018, dem Bau einer Tiefgarage und neuer Infrastruktur werden frei gewordene Liegenschaften bei der Arena aufgewertet und neu genutzt. Auf einer Fläche von insgesamt knapp sechs Hektar entsteht das neue, gemischte Stadtquartier Viola Park. Für die Teilfläche von ca. 3,5 Hektar ist die Konversionsflächen Wien Projekt- und Verwertungs GmbH (KFW), ein Unternehmen des Wien Holding-Unternehmens WSE Wiener Standortentwicklung GmbH, zuständig.

„Ein Ballsportgymnasium, ein Pflege- und Seniorenwohnhaus, zwei Parkanlagen mit insgesamt 12.000 Quadratmeter Fläche sowie Wohnungen und Nahversorger werden für neues Leben direkt beim Erholungsgebiet Laaer Wald sorgen“, erklärt Wien Holding-Geschäftsführer Oliver Stribl. Die KFW hat nach erfolgter städtebaulicher Planung und Umwidmung im vergangenen Jahr den Verkauf einer Fläche für den Schulbau an die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) abgewickelt. In einem von der BIG ausgeschriebenen EU-weiten, offenen, einstufigen Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen wurde nun das Wiener Architekturbüro Franz und Sue ZT GmbH als Sieger ermittelt.

Herzstück Turnhalle

Das neue Ballsportgymnasium fügt sich ruhig in das Areal „Viola Park“ ein und bildet als viergeschoßiger Baukörper einen klaren Abschluss zum Stadion. Zum Park hin liegt die Turnhalle als eingeschoßiger Baukörper. Auf dem Hallendach entsteht eine grüne Dachoase, die das Mikroklima verbessert und allen Schüler*innen und Pädagog*innen einen Ort der Erholung bietet. Die Freiräume im Erdgeschoß können für den Sportunterricht genutzt werden.

Der Rücksprung der Fassade im Erdgeschoß schafft einen gedeckten Eingangsbereich zum Horrplatz. Das transparent gestaltete Erdgeschoß ermöglicht vielfältige Durchblicke zum Turnsaal und Freiraum. Es verbindet die schulischen und sportlichen Bereiche. Die Turnhalle, das Herzstück des Ballsportgymnasiums, ist über die gesamte Länge aus dem Erdgeschoß erlebbar. Eine öffenbare Galerie ermöglicht Sichtbezüge und begleitet die großzügig zusammenschaltbaren Räume wie Aula, Mehrzweckraum und Speisesaal. Diese können als separate Einheiten im Regelunterricht verwendet werden oder für Sportveranstaltungen und Maturafeiern mit Catering zueinander geöffnet werden.

Ebenfalls im Erdgeschoß und somit gut erreichbar und präsent ist die Verwaltung der Schule sowie die zum Freiraum orientierte Bibliothek und der Kunstraum. Über die zentrale Sitztreppe in der Aula ist eine direkte Verbindung zu den Umkleiden im Untergeschoß und dem Zugang zur Sporthalle gewährleistet. Die Obergeschoße zeichnen sich durch ihre klare Struktur aus. Um die Mittelzone mit zentralem Luftraum, Lerninseln und Garderoben befinden sich die Homebases und Unterrichtsäume. Die sechs Homebases sind gleichmäßig auf drei Ebenen verteilt und verfügen jeweils über eine witterungsgeschützte Loggia für Unterricht im Freien oder zum Luftschnappen. Die Unterrichtsräume befinden sich jeweils in direktem Anschluss und orientieren sich sowohl zum Park als auch zum Stadion.

Vielfältige Nutzungen, viel Grünraum

Die Planung für das Ballsportgymnasium fügt sich perfekt in die Vorgaben für die Bebauung des Areals Viola Park ein. Sie sehen ein abwechslungsreiches Stadtquartier mit durchgängigen Gestaltungselementen vor. Wichtig ist den Projektbeteiligten die starke Vernetzung mit dem Umfeld und aktive und kommunikative Erdgeschoßzonen für die Belebung des öffentlichen Raums.

Die Umgebung wird mit einem engmaschigen Fußwegenetz zwischen den verschiedenen Freiräumen und dem Anschluss an die übergeordneten Wegeverbindungen in den neuen Stadtteil einbezogen. „Zwei öffentliche Parkanlagen mit öffentlicher Durchwegung und bauplatzübergreifende Kinder- und Jugendspielplätze laden zum Verweilen ein. Dach- und Fassadenbegrünungen sorgen für gute Kühlung und noch mehr Aufenthaltsqualität“, sagt Stribl.

Energieeffizient und mobil

Den künftigen Bewohner*innen und Nutzer*innen der Gebäude werden zahlreiche umweltfreundliche Mobilitätsangebote mit ausreichend Radabstellanlagen in hoher Qualität, Platz für Lastenräder und Radreparaturstellen auf jedem Bauplatz, Carsharing-Angeboten, E-Tankstellen und einem bauplatzübergreifenden Garagenkonzept gemacht. Für einen energieeffizienten Betrieb der Gebäude sorgen Fernwärme und/oder alternative und lokale Energiequellen wie zum Beispiel Wärmetauscher für die Kühlung, kompakte Baukörper und der Einsatz von LED-Technologie.

Weitere Informationen:
WSE Wiener Standortentwicklung

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