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Mit Vorzeigeprojekten wie u.a. dem „Wohnpark Alt-Erlaa“ setzte die GESIBA neue Maßstäbe im sozialen Wohnbau © GESIBA AG

Wien Holding News

Di, 21. September 2021 GESIBA

100 Jahre GESIBA

Die GESIBA feiert im September 2021 ihren 100. Geburtstag. Damals wie heute setzt das Unternehmen Trends und Signale, egal ob es um umweltfreundliches Bauen oder um neue Wohnkonzepte und Wohnformen geht. Seit dem Jahr 1974 wird das Unternehmen von der Wien Holding verwaltet.

„Mit der GESIBA hat die Wien Holding eine der dynamischsten WohnbauträgerInnen in Wien im Konzern. Im Rahmen ihrer Bautätigkeit wurden bisher rund 24.000 Wohnungen errichtet. Pro Jahr projektiert und errichtet der GESIBA-Konzern bis zu einem Dutzend neue Wohnanlagen in Wien. Darüber hinaus verwaltet sie als eine der größten Hausverwaltungen Österreichs rund 29.300 Wohneinheiten“, so Sigrid Oblak, Geschäftsführerin der Wien Holding.

Eine Geschichte des sozialen Wohnbaus
Die Geschichte des sozialen Wohnbaus in Wien ist seit nunmehr 100 Jahren eng mit der Geschichte der GESIBA verknüpft, teilweise sogar wesentlicher Bestandteil derselben. Im Jahre 1921 von der Republik Österreich und der Stadt Wien als „Gemeinwirtschaftliche Siedlungs- und Baustoffanstalt GESIBA“ gegründet, hatte das Unternehmen anfangs die Aufgabe, den Genossenschaften und Siedlervereinen billiges Baumaterial zur Verfügung zu stellen und bei der Lösung von Finanzierungsfragen unterstützend mitzuwirken. Als wenige Jahre später die Stadt Wien ihr großzügiges – und international viel Beachtetes – Wohnbauprogramm startete, hat die GESIBA die Aufgabe übertragen bekommen, den kommunalen Wohnbau durch die Errichtung von Einfamilienhäusern und Reihenhaussiedlungen sinnvoll zu ergänzen, was sie durch den Bau von fünftausend Einfamilienhäusern – u.a. „Am Laaerberg“, „Heuberg“ oder „Spiegelgrund“ – umgesetzt hat.

Meilenstein WerkbundsiedlungVorbild der Architekturgeschichte
Mitten in der katastrophalen Wirtschaftskrise der Zwischenkriegszeit setzte das Unternehmen mit der „Werkbundsiedlung“ einen Meilenstein. Sie baute zwischen 1929 und 1932 in Zusammenarbeit mit dem internationalen Werkbund 70 Einfamilienhäuser, von denen jedes einen Prototyp für den weltweiten Einfamilienhausbau darstellte. Die Créme del la Créme der Architektur arbeitete an diesem Projekt mit: Arthur Grünberger, Josef Hoffmann, Clemens Holzmeister, André Lucat, Richard Neutra, Otto Niedermoser, Ernst Plischke, Walter Sobotka und Oskar Strnad. Hunderttausende Besucher*innen aus dem In- und Ausland zeigten sich von dem Projekt begeistert, das auch heute noch als Vorbild in jeder Architekturgeschichte dargestellt wird.


Werkbundsiedlung © GESIBA AG

Neue Maßstäbe im sozialen Wohnbau
Nach dem Wiedererstehen der Republik Österreich schaltete die Stadt Wien das Unternehmen in den Wiederaufbau ein und erteilte ihm auch den Auftrag für den Bau neuer großer Wohnhausanlagen. Mitte der 50er Jahre schließlich begann die GESIBA mit dem Bau eigener Mietobjekte. Auch hier setzte sie neue Maßstäbe im sozialen Wohnbau. So entstanden in den 70er-Jahren große Wohnsiedlungen, darunter auch das Vorzeigeprojekt „Wohnpark Alt-Erlaa“ nach dem Konzept von Architekt Harry Glück. Dabei wurden erstmals – damals als Luxus bezeichnete – Freizeiteinrichtungen wie Hallenbäder, Saunen, Schwimmbäder am Dach, Sonnendecks, großzügige Grünflächen und Gemeinschaftsträume, Plätze für ein aktives Vereinsleben, etc. realisiert.

Teil der Revitalisierungsbewegung
Zu einem Zeitpunkt, als allgemein noch die Stadterweiterung dominierte, machte die GESIBA bereits den Schritt in Richtung Altstadterhaltung und Stadterneuerung. Es begann mit der Revitalisierung des Palais Zichy nahe Schönbrunn und setzte sich mit der Rettung des vor dem Verfall bedrohten Grassalkovics-Schlössels in der Leopoldstadt sowie der Sanierung des aus dem 18. Jahrhundert stammenden Spittelberg-Viertels fort. Diese Sanierungen und Revitalisierungen waren der Anstoß für eine europaweite Revitalisierungsbewegung: Renovieren und neu beleben statt abreißen.

Auch die Revitalisierung der Gasometer und deren Umwandlung zur Gasometer City gilt als Vorbild für zahlreiche ähnliche Revitalisierungen von industrieller Architektur des 19. Jahrhunderts. Die vier Türme, die 1896 errichtet und 1981 unter Denkmalschutz gestellt wurden, wurden in ihrer Außenhaut belassen. Vier international renommierte Architekten – Jean Nouvel, Coop Himmelb(l)au, Wilhelm Holzbauer und Manfred Wehdorn – etablierten dort einen einzigartigen Mix aus Wohnungen, Büros, einem Studierendenheim, einer Shoppingmall, einem Kino- und Entertainmentcenter und der Zentrale des Wiener Stadt- und Landesarchivs.


Gasometer © GESIBA AG

Pionierin und Vorbild
Die GESIBA versucht konsequent, künftige Entwicklungen vorweg zu nehmen und ihre Wohnbauten danach auszurichten. So gilt das Unternehmen als Pionier und Vorbild in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Wohnbau. Ökologisches Bauen, thermische Sanierung, Niedrigenergiehaus oder Passivhaus: Die GESIBA spielt dabei immer eine maßgebliche Rolle. Gleichzeitig hat die GESIBA als eines der ersten Unternehmen den Paradigmenwechsel der Gesellschaft erkannt und sich mit thematischem Wohnen beschäftigt. Die Resultate sind Vorbilder in ganz Europa: Die Bike City, Europas erste Wohnanlage speziell für Radfahrer*innen, Wohnen am Park, eine Anlage der Generationen mit Kindergarten und geriatrischem Zentrum im größten neu angelegten Grünareal Wiens, autofreies Wohnen wie in einem kommunikativen Dorf am Orasteig, „schräge” Residenzen und Stadtvillen mit Grünlandschaft wie die Ville Verdi, Wohnen am Wasser wie in der Industriestraße und energiebewusst im Passivhaus: All das sind ausgewählte Beispiele neuen, offenen, integrativen und im eigentlichen Sinne europäischen Wohnens, welche die GESIBA umgesetzt hat.


Die beiden Anlagen "Bike City" und "Wohnen am Park" vom Bednar-Park aus © GESIBA AG

„Unser Ziel ist es, nicht bloß Häuser zu bauen. Wir wollen auch unsere Stadt gestalten. Wir möchten den Menschen nicht nur ein Dach über dem Kopf bieten, sondern ein Wohnumfeld, das auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen eingeht und das zu leistbaren Kosten. Die Schaffung urbaner Lebensqualität, die Aufgeschlossenheit für Veränderung und Sensibilität gegenüber den Wünschen unserer Kund*innen zählen zu den wichtigsten unternehmerischen Aufgaben der GESIBA samt allen Tochterunternehmungen“, so GESIBA-Generaldirektor Ing. Ewald Kirschner.

„Gemeindewohnungen Neu“
Als neues, spannendes Betätigungsfeld wurde 2017 mit der Errichtung der ersten „Gemeindewohnungen Neu“ gestartet. Hierzu wurden zwei neue Gesellschaften gegründet. Die Übergabe dieser ersten neuen Wohnhausanlage mit 120 Gemeindewohnungen NEU der WIGEBA an die Mieter*innen sowie die Benennung in „Barbara Prammer-Hof“ in Wien 10., Fontanastraße 3 fand im November 2019, die zweite WIGEBA-Anlage in 1120 Wien, Wildgartenallee fand im Jänner 2021 statt.


Barbara-Prammer-Hof © Eva Kelety

Ausblick
In den kommenden Jahren geht es darum, über das Wohnen hinaus zu denken. Ältere Menschen benötigen Pflege und medizinische Betreuung im Wohnumfeld. Flexible Bildungseinrichtungen müssen geschaffen werden. Auch darin ist die GESIBA Pionierin. Die Schulcampus-Modelle sind integrierte Schule, Freizeitanlage, Learn Center und Sportfelder, sodass Eltern ihre Kinder bestens betreut wissen. Die GESIBA entwickelt sich zur urbanen Infrastrukturdienstleisterin: Wohnen, leben, lernen, aber auch in Würde und mit bester Pflege altern.

Weitere Informationen:
Gesiba

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