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Mi, 10. September 2014 Jüdisches Museum

Eröffnung der neuen Wechselausstellung

© PID/W. Schaub-Walzer

„Das Südbahnhotel ist ein Symbol für die Epoche des Fin de Siecle. Yvonne Oswald ist es gelungen die besondere Aura des Südbahnhotels mit ihrer Kamera einzufangen“, so Danielle Spera bei der Eröffnung der Ausstellung im Jüdischen Museum Wien, einem Museum der Wien Holding.

Die Eröffnung der Ausstellung „Das Südbahnhotel. Am Zauberberg der Abwesenheit“ fand vor zahlreichen prominenten Vertretern aus Kultur, Politik und Wirtschaft, darunter der Zweite Nationalratspräsident Karlheinz Kopf, die Dritte Wiener Landtagspräsidentin Marianne Klicka und Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner, statt.

Eröffnungsredner Christian Kern, CEO der ÖBB-Holding AG, die auch Sponsor der Ausstellung ist, schlug eine Brücke zur Faszination Bahn: Der Semmering sei mit der damaligen Weltsensation der von Karl Ritter von Ghega erbauten Semmering-Bahn ein „Mythosberg der Eisenbahner". "Yvonne Oswalds Fotos machen den Geist der Welt von damals gegenwärtig, in einer beklemmenden Totenstille, die uns den historischen Kontext beschreibt", so Kern. Er verwies in seiner Rede auch auf die Aufarbeitung der dunklen Kapitel der Geschichte der Bahn im Nationalsozialismus, die von der ÖBB in einer eigenen Ausstellung aufgearbeitet worden ist: "Das ist unsere Verpflichtung gegenüber einer Generation, die heranwächst und die Erinnerung verliert". Burgschauspieler Robert Reinagl sorgte mit seinem Vortrag von Texten von Arthur Schnitzler, Peter Altenberg und Stefan Zweig, die alle auf dem Semmering auf Sommerfrische waren, für den stimmungsvollen Rahmen der Eröffnung.

Museumsdirektorin Dr. Danielle Spera, CEO der ÖBB-Holding AG Mag. Christian Kern, die Dritte Landtagspräsidentin Marianna Klicka und der Zweite Nationalratspräsident Karlheinz Kopf bei der Eröffnung © www.wulz.cc

Das Südbahnhotel auf dem Semmering wurde 1882 von der Südbahngesellschaft errichtet. Aufgrund der hervorragenden Anbindung durch die 1854 eröffnete Semmeringbahn wurde das Hotel vor den Toren Wiens rasch zu einem der wichtigsten Ferien- und Luftkurorte für die gehobenere Wiener Gesellschaft. Das Grand Hotel, mit 356 luxuriösen Zimmern, zahlreichen Speisesälen, Cafés, einem Kino und Theatern und wunderschönen Parkanlagen, stach vor allem auch durch seine besondere Architektur und Gestaltung hervor. 1938 markierte den Niedergang des Südbahnhotels: Viele der Stammgäste mussten wegen ihrer jüdischen Herkunft emigrieren oder wurden ermordet. Nach 1945 konnte das Hotel nie wieder an seine glanzvolle Vergangenheit anknüpfen und war ab den 1970er Jahren dem Verfall preisgegeben.

Die Fotografin Yvonne Oswald hat sich auf eine intensive Spurensuche begeben und fing die verbliebene Aura im Südbahnhotel mit ihrer Kamera ein. Die Ausstellung im Museum Judenplatz zeigt eine fotografisch-künstlerische Arbeit über das im historischen Kontext wichtigste, weitgehend original erhaltene, Palasthotel Mitteleuropas. Die Fotografien versinnbildlichen die Leere, die durch die Ermordung und Vertreibung der Jüdinnen und Juden entstanden ist.


EÖ2: Museumsdirektorin Dr. Danielle Spera, CEO der ÖBB-Holding AG Mag. Christian Kern und Fotografin Yvonne Oswald in der Ausstellung © www.wulz.cc
    
Die von Danielle Spera kuratierte Ausstellung „Das Südbahnhotel. Am Zauberberg der Abwesenheit. Fotografien von Yvonne Oswald“ ist bis 11. Jänner 2015 im Museum Judenplatz, einem Museum der Wien Holding, am Judenplatz 8, 1010 Wien, zu sehen. Zur Ausstellung erscheint der Katalog „Das Südbahnhotel. Am Zauberberg der Abwesenheit - Fotografien von Yvonne Oswald“ (ISBN 978-3-99300-195-7) und ist ab sofort zum Preis von EUR 24,90 im Bookshop Singer im Museum Dorotheergasse erhältlich. Die Hardcover-Ausgabe erscheint im Metroverlag und ist im Buchhandel zum Preis von EUR 39,90 erhältlich.

Öffnungszeiten und Tickets
Die Öffnungszeiten in der Dorotheergasse sind Sonntag bis Freitag 10.00 bis 18.00 Uhr. Am Standort Judenplatz sind die Öffnungszeiten Sonntag bis Donnerstag 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag 10.00 bis 17.00 Uhr (während der Sommerzeit).

Für beide Museen (Dorotheergasse & Judenplatz) gibt es ein gemeinsames Ticket (gültig vier Tage ab Ausstellungsdatum) zum Preis von EUR 10,-, ermäßigt EUR 8,-, Gruppen EUR 7,-, Kinder & Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr frei, Lehrlinge, StudentInnen (bis 27 Jahre), Zivil- und Präsenzdiener EUR 5,-. Freier Eintritt für Schulklassen, für die Schülerführung ist ein Kostenbeitrag von EUR 20,- zu leisten. Kosten Audioguide Museum Judenplatz EUR 2,-, Multimedia-Guide Museum Dorotheergasse EUR 4,-.
 

Weitere Informationen:
Jüdisches Museum Wien
Jüdisches Museum Wien - Facebook

 

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