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Di, 11. Februar 2014 Hafen Wien

EU-Förderung für Hafen Wien

© Hafen Wien

Der Hafen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, wird in den kommenden Jahren weiter konsequent ausgebaut. Ende 2013 hat die Europäische Union entschieden, insgesamt 5,3 Mio. Euro an Fördermitteln für Projekte zum Hafenausbau zur Verfügung zu stellen.

„Der Hafen Wien zeigt einmal mehr, wie sinnvolle Investitionen zur wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte unserer Stadt beitragen. Besonders freut mich, dass neben der hohen Investitionsquote, die wir gemeinsam mit unseren Betrieben aufbringen, auch finanzielle Unterstützungen der Europäischen Union abgerufen werden konnten. Denn an diesen beträchtlichen Förderungen kann man deutlich sehen, wie sehr unsere Stadt auch Jahr für Jahr von EU Programmen profitiert. Schließlich hat der Hafen Wien nicht nur für Wien und das Umland eine wirtschaftlich zentrale Bedeutung, sondern er ist auch einer der größten Donauhäfen in ganz Europa", so Wirtschaftsstadträtin Vizebürgermeisterin Renate Brauner.

„Ich freue mich, dass es dem Hafen Wien gelungen ist, aus den Fördertöpfen der Europäischen Union entsprechende Mittel für den Hafenausbau zu lukrieren. Denn der konsequente Ausbau des Hafen Wien zu einer der effizientesten Logistikdrehscheiben an der Donau trägt maßgeblich zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes bei. Schon heute ist der Hafen Wien eine der größten Güterdrehscheiben an einem Binnengewässer in Europa, von dem aus Güter sowohl auf dem Wasserweg, der Schiene und der Straße umgeschlagen werden können. Diese Trimodalität können nur wenige Donauhäfen in Europa bieten", so Wien Holding-Geschäftsführer Peter Hanke.

Hafen Wien wird weiter ausgebaut
„Mit dem weiteren Hafenausbau entsprechen wir der wachsenden Bedeutung des Hafen Wien als einem der wichtigsten Knotenpunkte für die internationalen Verkehrsströme in Österreich. Der Hafen Wien agiert dabei als starkes und effizientes Drehkreuz für den Warenumschlag zwischen Schiene, Straße und Donau. Mit den neuerlichen Ausbauprojekten stärken wir den Hafen Wien konsequent, damit er diese Rolle optimal erfüllen kann", so Hafen Wien-Geschäftsführer Fritz Lehr.

„Zwei Projekte stehen im Mittelpunkt des weiteren Hafenausbaus, und zwar die Landgewinnung im Hafen Freudenau und die neuerliche Erweiterung des Containerterminals. Genau diese beiden zentralen Projekte sind jene, die nun auch von der EU unterstützt werden. Konkret stellt die EU insgesamt bis zu 5,3 Millionen Euro für die Umsetzung des Landgewinnungsprojektes und für die Planungsarbeiten zum weiteren Ausbau des Containerterminals bereit. Beide Projekte gemeinsam haben ein Gesamtinvestvolumen von mindestens 8,5 Millionen Euro", berichtet Hafen Wien-Geschäftsführerin Karin Zipperer.

Das Projekt Landgewinnung – von den Planungsleistungen über die Schüttmaßnahmen bis zum Bau der Schiffsanlegestellen – wird in Abstimmung und unter Kontrolle der Trans-European Transport Network Exekutivagentur (TEN-T) realisiert und soll bis 2015 / 2016 abgeschlossen sein.

Landgewinnung Freudenau: Mehr Fläche für neue Infrastruktur
Mit dem Projekt „Landgewinnung Hafen Freudenau" wird mehr Platz für neue Umschlag- und Lagereinrichtungen geschaffen, um den Hafen Wien für künftig steigende Gütermengen optimal zu rüsten. Dabei wird das Hafenbecken um etwa 20 Prozent verkleinert. Auf den so gewonnenen neuen Flächen können neue Anlagen für den Warenumschlag errichtet werden. Die erste Etappe ist bereits abgeschlossen. Über 30.000 Quadratmeter Land wurden dabei dem Wasser schon abgerungen. Mit der zweiten Ausbaustufe wird noch 2014 begonnen. Das gesamte Flächenpotenzial des Projektes liegt bei 70.000 Quadratmeter. Bei den Arbeiten legt der Hafen Wien größten Wert auf eine ökologische Vorgangsweise. So stammt das Aushubmaterial, das in das Hafenbecken eingebracht wird, von anderen Großbaustellen in Wien.

Weiterer Ausbau Containerterminal
Herzstück des Hafen Wien ist der neue Containerterminal, der im Jahr 2008 eröffnet wurde. Durch dessen Erweiterung um eine zusätzliche, dritte Kranbrücke im Jahr 2013 liegt die Maximal-Kapazität aktuell bei rund 600.000 Containereinheiten. Im Containergeschäft verzeichnet der Hafen Wien einen starken Aufwärtstrend. Deshalb soll der Terminal neuerlich vergrößert werden und zwar um einen Terminalbereich, der unmittelbar an den bestehenden Terminal angrenzt und direkt am Wasser liegt. Damit wird es möglich, die Wege auf dem Terminal entscheidend zu verringern, die Container können rascher umgeschlagen werden und es entstehen neue Flächen, um noch mehr Container lagern zu können. Mit dem neuen Terminalprojekt steigt außerdem die Maximal-Kapazität im Containerumschlag. Je nach Wirtschaftslage können nach der Fertigstellung um bis zu 30 Prozent mehr Container umgeschlagen werden. Mit den Mitteln der EU werden die Planungsarbeiten – von der Vorplanung bis zur Baugenehmigung – finanziert.

Zum Hafen Wien
Rund 2.000 Kilometer entfernt vom Schwarzen Meer und rund 1.500 Kilometer von der Nordsee punktet der Hafen Wien mit seiner optimalen direkten Anbindung an die drei Verkehrsträger Schiff, Eisenbahn und LKW sowie mit der Nähe zum Flughafen Wien-Schwechat. Diese Standortvorteile steigern die Bedeutung des Hafen Wien für die Wirtschaft im gesamten CEE-Raum und machen ihn zum idealen Hub zwischen Ost und West.

Im Logistikzentrum Hafen Wien – es umfasst das gesamte Hafenareal, die Wien Holding-Tochter Wiener Hafen GmbH & Co KG und alle dort ansässigen privaten Firmen – werden jährlich knapp 12 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Etwa die Hälfte davon direkt von der in der Wien Holding angesiedelten Hafen Wien-Gruppe, in der die Wiener Hafen GmbH & Co KG sowie ihre Tochterunternehmen gebündelt sind.

Mit einer Fläche von 3,5 Millionen Quadratmetern ist dieses Logistikzentrum das größte Güterverkehrszentrum in Österreich. Es beherbergt den größten öffentlichen Donauhafen Österreichs mit den Frachthäfen Freudenau, Albern und Lobau. Und auch die Personenhäfen bei der Reichsbrücke und am Donaukanal gehören dazu. Neben den Gesellschaften der Hafen Wien-Gruppe haben sich mittlerweile rund 120 hauptsächlich logistiknahe Unternehmen angesiedelt, darunter weltweit agierende Logistiker wie etwa Schenker, Kühne & Nagel, DHL oder die Rail Cargo Austria sowie zahlreiche Unternehmen aus dem Handels- und Baubereich oder der Treibstoffbranche. Insgesamt arbeiten rund 5.000 Beschäftigte im Logistikzentrum Hafen Wien.
 

Weitere Informationen:
Hafen Wien
WienCont

 

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