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v.l.n.r. Wolfgang Steindl (Kapitän), Mag. Friedrich Lehr (GF Hafen Wien), Mag. Doris Pulker-Rohrhofer (GF Hafen Wien), KR Peter Hanke (GF Wien Holding) © Eva Kelety

Wien Holding News

Mi, 8. Nov 2017 Hafen Wien

Hafen Wien: "MS Eisvogel" zurück im Heimathafen

Das Betriebsschiff "MS Eisvogel" des Hafen Wien – ein Unternehmen der Wien Holding – ist nach Sanierungs- und Reparaturarbeiten wieder in seinen Heimathafen Freudenau zurückgekehrt. Die umfassenden Arbeiten am Schiff wurden nach einem Schwelbrand Anfang des Jahres nötig, der umfangreiche Schäden am Eisbrecher verursacht hat.

Das Betriebsschiff "MS Eisvogel" des Hafen Wien – ein Unternehmen der Wien Holding – ist nach Sanierungs- und Reparaturarbeiten wieder in seinen Heimathafen Freudenau zurückgekehrt. Die umfassenden Arbeiten am Schiff wurden nach einem Schwelbrand Anfang des Jahres nötig, der umfangreiche Schäden am Eisbrecher verursacht hat.

Anfang Februar wurde beim täglichen routinemäßigen Check der "MS Eisvogel", dem Betriebsschiff und Eisbrecher des Hafen Wien, ein Schwelbrand in den unteren Decks des Schiffes entdeckt. Nach sofortiger Einleitung aller notwendigen Maßnahmen konnte der Brand bzw. die starke Rauchentwicklung rasch von der Feuerwehr eingedämmt werden. Als Ursache wurde ein Kabelbrand festgestellt. Infolge des Schwelbrands kam es zu erheblichen Beschädigungen im Unter- und Oberdeck sowie am Ruderstand.

"MS Eisvogel" nach umfassenden Reparaturen wieder einsatzbereit
Jetzt ist das Schiff generalsaniert. Nach der Beurteilung der Versicherung konnte der 80 Tonnen Koloss Anfang März zur Reparatur in die Schiffswerft ÖSWAG Werft Linz AG überstellt werden. Der Beginn der Arbeiten erfolgte im Zuge einer Dekontamination des Schiffes bei der alle brandbeschädigten Teile sachgemäß entsorgt und sämtliche Elektroinstallationen mit der Spannung 110 Volt entfernt wurden. Anschließend wurden die Mannschaftskabinen, die Kombüse, der Salon und der Ruderstand saniert. Das erfolgte in Form einer kompletten Boden- und Deckenerneuerung und einer Neuerung der Wandvertäfelung. Zusätzlich wurde das Schiff mit Brandmeldern ausgestattet, die im Auslösefall eine Alarmmeldung an ein Notfalltelefon der Betriebsmannschaft weiterleiten. Alle Reparaturarbeiten wurden entsprechend den derzeit geltenden Vorschriften im Schiffsbau, insbesondere den Brandschutzrichtlinien, durchgeführt. Außerdem wurden sämtliche Elektroinstallationen inkl. Verkabelungen auf eine Spannung von 230 V getauscht und entsprechen somit dem neuesten Stand der Technik.

Gleichzeitig wurde auch eine Schiffsrevision durchgeführt. Sämtlichen Maschinen und Antriebseinheiten wurden geprüft und neu gewartet. Zusätzlich dazu wurde der Unterwasseranstrich erneuert und Streicharbeiten im Bereich des Oberdecks erledigt.


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"MS Eisvogel": 80 Tonnen Stahl und 520 PS gegen das Eis
Als größter Donauhafen Österreichs und einer der wichtigsten Donauhäfen in Europa muss der Hafen Wien auch im Winter nicht nur für die Güter, die per Schiene und LKW hier umgeschlagen werden, sondern auch für die Schifffahrt offen sein. Denn etwa ein Drittel der rund 1.100 Frachtschiffe, die pro Jahr im Hafen Wien abgefertigt werden, legen auch in den Wintermonaten hier an. Dazu kommt auch die ganz besondere Rolle des Hafen Freudenau als Schutz- und Winterhafen. Fest vertaut liegen hier auch schon Kreuzfahrtschiffe am Kai, um bis zum Frühling sicher zu überwintern. Regelmäßig muss deshalb die "MS Eisvogel" in kalten Wintern ausrücken, um Eis zu brechen, damit der gefährliche Eisdruck nicht die Rümpfe der vor Anker liegenden Donau-Kreuzer beschädigt.

Schon bei Temperaturen ab minus sechs Grad frieren die Fahrrinnen der Hafenbecken innerhalb eines Tages zu. Ab minus 15 Grad würde das Hafenbecken sogar innerhalb weniger Stunden zur riesigen Eisfläche werden. Doch mit Hilfe der "Eisvogel" bleiben die Rinnen offen und die Schiffe sicher.

80 Tonnen bringt der 32 Meter lange und sechseinhalb Meter breite Eisbrecher auf die Waage. Bis zu 12 Millimeter dicker Stahl schützt den Rumpf vor den scharfen, harten Eiskanten. Die 520 PS starken Dieselmotoren schieben den Koloss im Schritttempo Meter um Meter voran. Wird das Eis noch dicker, dann kann die "Eisvogel" zusätzlich noch etwa 30 Tonnen an Wasserballast aufnehmen. Das Schiff hievt sich dann auf die Eisplatte und bricht sie mit seinem Gewicht in Stücke. Bis zu 60 Zentimeter dickes Eis kann so gebrochen werden.


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Zum Hafen Wien
Der Hafen Wien ist ein Unternehmen der Wien Holding. Rund 2.000 Kilometer entfernt vom Schwarzen Meer und rund 1.500 Kilometer von der Nordsee, punktet der Hafen Wien mit seiner optimalen direkten Anbindung an die drei Verkehrsträger Schiff, Eisenbahn und LKW sowie mit der Nähe zum Flughafen Wien-Schwechat.

Diese Standortvorteile steigern die Bedeutung des Hafen Wien für die Wirtschaft im gesamten CEE-Raum und machen ihn zum idealen Hub zwischen Ost und West sowie zu einem der großen europäischen Binnenhäfen an der Donau. Hier werden allein vom Hafen Wien selbst pro Jahr bis zu sieben Millionen Tonnen Güter umgeschlagen.

 

Weitere Informationen:
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