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Fr, 29. Juni 2012 Hafen Wien

Logistik im Herzen Europas

© Julie de Bellaing hafenwien.com

Am 20.06.2012 fand im Wien-Haus in Brüssel eine Veranstaltung des Hafen Wien, einem Unternehmen der Wien Holding, in Kooperation mit dem Büro Brüssel der Wirtschaftsagentur Wien und des Verbindungsbüros der Stadt Wien zur EU statt.

Rund 80 Gäste aus verschiedenen Vertretungen der Donauanrainerstaaten, -regionen und -städte sowie Kooperationspartner des Hafens Wien und VertreterInnen der europäischen Institutionen nahmen daran teil, u.a. als prominente Gäste die Verkehrsministerin der Region Brüssel-Hauptstadt, Brigitte Grouwels, die auch für den Hafen von Brüssel zuständig ist und Regionalkommissar Johannes Hahn.

Geschäftsführer Rudolf Mutz vom Hafen Wien zeigte sich in seiner Begrüßung erfreut über das starke Interesse an der Veranstaltung, „es ist wichtig, unsere Projekte auch in Brüssel und gegenüber der EU sichtbar zu machen." Die Leiterin des Verbindungsbüros der Stadt Wien zur EU, Michaela Kauer, wies darauf hin, dass die MitarbeiterInnen des Wien-Hauses von Anfang an die Entwicklungen zur EU-Donauraumstrategie in Brüssel beobachtet hätten, „Wien hat als Donaumetropole eine hohe Glaubwürdigkeit in der Kooperation in Südosteuropa, auch dies soll mit der heutigen Veranstaltung verstärkt und erneuert werden." Durch die Veranstaltung führte die Leiterin des Büros Brüssel der Wirtschaftsagentur Wien, Susanne Strohm.

Donauraumstrategie auf regionaler Ebene mit Leben erfüllen
„Wien ist seit langer Zeit im Bereich der Zusammenarbeit der Donauregionen und -städte aktiv", betonte Planungsdirektor Kurt Puchinger, der - gemeinsam mit Slowenien - als Koordinator des Prioritätenfeldes 10 - Aufbau institutioneller Kapazitäten und Kooperationen - fungiert, „wir bekennen uns zu einer kontinuierlichen Teilnahme an grenzüberschreitenden Projekten. Das haben wir auch in einer politischen Erklärung Wiens zur Donauraumstrategie deutlich gemacht." 

Für Wien sei die Donau Kristallisationspunkt für zahlreiche Themen, sei es im Verkehrsbereich mit dem Hauptbahnhof Wien und dem Wiener Hafen, sei es im Bereich Naturschutz mit dem Nationalpark Donau oder in der Zusammenarbeit in der Region CENTROPE. „Bisher haben wir in unserem Prioritätenfeld bereits gute Kontakte zu allen Partnern in der Region geknüpft und uns dem wichtigen Thema der Finanzierung gewidmet," so Puchinger, „in Zukunft werden wir die Sichtbarkeit erhöhen sowie die Einbindung des privaten Sektors und der Zivilgesellschaft forcieren."

Donau Lebensader für die Wirtschaft
Renate Römer, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ging in ihrem Statement auf die Bedeutung der Donau für die österreichische Wirtschaft ein. „Wir sehen einen sehr heterogenen Markt, der bis zum Schwarzmeer reicht, und der viele Chancen für die österreichische Wirtschaft bietet - mit rund 140 Millionen EinwohnerInnen und einem BIP von etwa 1300 Milliarden Euro."

2011 habe Österreich Güter und Dienstleistungen im Ausmaß von 2,14 Milliarden Euro in die Schwarzmeerregionen exportiert, „es ist wichtig, dass wir die Donau als zuverlässige, sichere, umwelt- und naturfreundliche, energieeffiziente Wasserstraße entwickeln, um die Kapazitäten nachhaltig ausbauen zu können," sagte Römer, denn derzeit werden nur 15 Prozent genutzt. Die Maßnahmen der ungarischen Regierung vom Februar 2012, die zu einer weiteren Reduzierung der Kapazitäten um bis zu 50 Prozent führen können, müssen umgehend zurückgenommen werden. Und insgesamt muss in Logistik, multimodale Zentren, die Flotte und die Ausbildung investiert werden".

Aktive Teilnahme der Mitgliedsstaaten
Eva Nussmüller, Vertreterin der Generaldirektion Regionalpolitik, informierte die TeilnehmerInnen über die weitere Entwicklung der EU-Donauraumstrategie aus Sicht der der Europäischen Kommission. „Wir haben erst das erste Jahr der Umsetzung, doch bisher sieht alles vielversprechend aus," meinte Nussmüller, „das Gelingen der Strategie hängt von der aktiven Teilnahme der Mitgliedstaaten, der Regionen und Städte ab, sowohl auf politischer wie auch auf Verwaltungsebene." Es sei erfreulich zu sehen, dass die Strukturen für die Umsetzung funktionieren und dass sich konkrete Projekte entwickeln.

Entwicklung der Schifffahrt positiv
Hans-Peter Hasenbichler, Geschäftsführer der via donau, die - gemeinsam mit dem Verkehrsministerium (BM VIT) und Rumänien - für die Koordination im Prioritätenfeld 1a - Verbesserung der Mobilität und Multimodalität zuständig ist, stellte die verschiedenen Aktionsfelder zur Erreichung des Zieles dar: „Wir brauchen ein Bündel von Maßnahmen, von einem intelligenten Wasserstraßenmanagement und die Sicherung der Wasserwege selbst über eine gute Infrastruktur, also Häfen und Flotten, bis hin zu Kundeninformationen, Telematik und Ausbildung." In allen Bereichen zusammen gebe es bereits rund 90 Projekte und Projektideen.

Die Europäische Kommission etwa unterstütze die Entwicklung eines „Innovativen Donauschiffes", „in Österreich arbeiten wir am Pilotprojekt Bad Deutsch Altenburg, bei dem es um die Verbesserung der Infrastruktur geht." Ein weiteres, transnationales und sehr vielversprechendes Projekt bestehe im Bereich der Aus- und Weiterbildung für eine harmonisierte Binnenwasserstraßennavigation unter Beteiligung von Fachhochschulen, Trainingszentren, Häfen u.a.m., so Hasenbichler.

Donau-Projekte des Hafens Wien
Monika Unterholzner, für internationale Beziehungen zuständige Prokuristin des Hafen Wien informierte abschließend über die aktuellen Projekte der Unternehmensgruppe, das zu 95 Prozent im Besitz der Stadt Wien ist und über 280 Beschäftigte verfügt. So gebe es mit Rostock und Regensburg Kooperationsprojekte zu umweltfreundlichen Verkehrsverbindungen und im Rahmen der Transeuropäischen Netze im Verkehrsbereich (TEN-T) gelte es, intermodale Lösungen zu forcieren.

„Der Wiener Hafen ist ein Hochleistungslogistik-Standort in der Region Wien, stark nach Südosteuropa ausgerichtet und das größte trimodale Logistikzentrum in Österreich - wir verbinden Schiff, Bahn und Straße und verwalten allein in Wien sechs Standorte, von der Marina über die Passagierschifffahrtsstellen bis zum Ölhafen, dem Getreidehafen und eben dem Hafen Freudenau," so Unterholzner, „als Hafen sind wir automatisch international ausgerichtet und uns ist bewusst, dass es nicht zuletzt Projekte wie unsere sind, die die EU-Donauraumstrategie mit Leben erfüllen."
 

Weitere Informationen:
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