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 „Die Ephrussis. Eine Zeitreise“ wird bis 4. Oktober 2020 im Jüdischen Museum Wien gezeigt. © www.wulz.cc

Wien Holding News

Mo, 25. Mai 2020 Jüdisches Museum

Sonderausstellungen im Jüdischen Museum Wien verlängert

Im Jüdischen Museum Wien, einem Museum der Wien Holding, werden die drei aktuellen Ausstellungen „Die Ephrussis. Eine Zeitreise“, „Wir bitten zum Tanz. Der Wiener Cafetier Otto Pollak“ und „Lady Bluetooth. Hedy Lamarr“ bis Herbst 2020 verlängert.

Nachdem das Jüdische Museum Wien am 31. Mai 2020 wieder seine Tore öffnet, können die BesucherInnen die aktuellen Sonderausstellungen noch bis in den Herbst erleben. „Die Ephrussis. Eine Zeitreise“ wird bis 4. Oktober 2020 verlängert, bis 18. September 2020 ist die Ausstellung „Wir bitten zum Tanz. Der Wiener Cafetier Otto Pollak“ zu sehen und „Lady Bluetooth. Hedy Lamarr“ endet am 8. November 2020.

Die Ephrussis. Eine Zeitreise
Die Ausstellung zeichnet den Weg der Familie Ephrussi und ihre freiwilligen sowie unfreiwilligen Reisen zwischen Russland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, Spanien, den USA, Mexiko, Japan und anderen Ländern nach. Anhand von ausgewählten Objekten, Dokumenten und Bildern wird der wirtschaftliche und gesellschaftliche Werdegang einer europäisch-jüdischen Familie dargestellt, deren Nachfahren heute durch Flucht und Vertreibung in der ganzen Welt verstreut leben.

Heute finden sich in internationalen Museen und Kunstsammlungen Werke, die ursprünglich der Familie gehörten. Sie erzählen von ihren einstigen Besitzern und ihren Beziehungen zu den damaligen Künstler- und Intellektuellenkreisen in Odessa, St. Petersburg, Wien, Berlin, Paris, London, Madrid und anderen Orten. Kernstück der Ausstellung bildet das Familienarchiv der Ephrussis, das die Familie de Waal dem Jüdischen Museum schenkte, sowie 157 Netsukes, die dem Museum als Leihgabe von der Familie zur Verfügung gestellt wurden.

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Wir bitten zum Tanz. Der Wiener Cafetier Otto Pollak
Das Café Palmhof befand sich in der Mariahilferstraße 135 im 15. Gemeindebezirk und wurde ab 1919 von Otto Pollak und seinem Bruder Karl betrieben. Die beiden Brüder machten das Palmhof zu einem populären Wiener Treffpunkt. Tagsüber wurde es als Kaffeehaus geführt, abends fanden regelmäßig Konzerte, Tanzveranstaltungen und gesellschaftliche Ereignisse statt. 1938 wurde das Kaffeehaus „arisiert“. Die Familie Pollak wurde 1943 nach Theresienstadt deportiert, Otto Pollak wurde allerdings als Kriegsinvalide vor der Weiterdeportation verschont. Sein Bruder Karl wurde drei Tage nach der Ankunft nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Otto und seine Tochter Helga überlebten Theresienstadt. Das Palmhof wurde Anfang der 1950er-Jahre restituiert, Otto Pollak lehnte es jedoch ab, das Kaffeehaus weiterzuführen.

Die Ausstellung erzählt nicht nur die Geschichte des Café Palmhof, sondern auch die Lebensgeschichte Otto Pollaks. Seine Vita steht beispielhaft für die jüdische Teilhabe am Wiener Kultur- und Gesellschaftsleben. Die ausgestellten Dokumente und Objekte aus dem Nachlass von Otto Pollak lassen seine Persönlichkeit und das gesellschaftliche Umfeld wiederaufleben.

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Lady Bluetooth. Hedy Lamarr
Hedy Lamarr zählte zu den größten Hollywood-Stars der 1930er- und 1940er-Jahre. 1933 avancierte sie durch eine Nacktszene im Film „Ekstase“ zum internationalen Star. Nach einer kurzen Ehe mit dem einflussreichen Munitionsfabrikanten und Waffenhändler Fritz Mandl flüchtete sie 1937 vor dessen Eifersucht nach Hollywood. Gleich ihr erster Spielfilm Algiers machte sie weltberühmt.

Lange Zeit unbekannt blieb jedoch, dass Lamarr die Erfinderin des Frequenzsprungverfahrens war, einem frühen Vorläufer von Bluetooth und WLAN. Nach dem Kriegseintritt der USA engagierte sie sich im Kampf gegen die Nazis, zu dem auch ihre Idee für ein geheimes Kommunikationssystem für Torpedos beitragen sollte, das sie gemeinsam mit dem Komponisten George Antheil bis zur Patentreife entwickelte. Ihre Wiederentdeckung als Erfinderin erlebte sie noch hochbetagt. Hedy Lamarr starb 2000 in den USA und ist in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt. Seit 2018 verleiht die Stadt Wien den Hedy-Lamarr-Preis an innovative Wissenschaftlerinnen.

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Weitere Informationen:
Jüdisches Museum Wien
Jüdisches Museum Wien - Facebook

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