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Susan Meiselas, Carol, JoJo and Lisa hanging out on Mott Street. Little Italy, New York City, USA, 1976 © Susan Meiselas / Magnum Photos

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Mi, 5. Jänner Kunst Haus Wien

Susan Meiselas. Mediations: Überblicksführung am 16. Jänner

Am Sonntag, 16. Jänner 2022 bietet das Kunst Haus Wien, ein Museum der Wien Holding, eine Überblicksführung zur aktuellen Ausstellung rund um Künstlerin Susan Meiselas an.

Bekannt wurde Susan Meiselas mit ihren Fotoreportagen über die Revolution in Nicaragua. Von 1978 bis 1982 dokumentierte sie den Aufstand der Sandinisten gegen den damaligen Präsidenten Anastasio Somoza Debayle. Einige ihrer Aufnahmen, allen voran der "Molotov Man", wurden zu Medienikonen und prägten die Rezeption der lateinamerikanischen Revolution in der westlichen Welt. Die Ausstellung im Kunst Haus Wien zeichnet nach, wie diese Motive in unterschiedlichen Kontexten aufgegriffen und reproduziert wurden. Am 16. Jänner 2022 um 15.00 Uhr erfahren die Teilnehmer*innen im Rahmen der Überblicksführung die Hintergründe der berühmtesten Werke von Susan Meiselas.

Intensive Auseinandersetzung mit der Rolle der Frau
In ihrem ersten größeren fotografischen Essay Carnival Strippers (1972–1975) zeigt Meiselas die Arbeitsbedingungen von Frauen, die als Stripperinnen auf Jahrmärkten in Neuengland arbeiten. Ihre Bilder kombiniert sie mit Audioaufnahmen von den Frauen, ihren Kunden und Managern. Meiselas zeigt in diesem Projekt die Lebensrealität der Protagonistinnen, lässt sie auch selbst zu Wort kommen und stärkt so ihren Selbstwert und ihre Identität.

In der Serie Prince Street Girls begleitete sie über 17 Jahre hinweg junge Mädchen in Little Italy, New York City – von deren Kindheit über die Pubertät bis ins Erwachsenenalter. Die Aufnahmen zeigen die allmähliche Veränderung ihres Lebens, ihrer Körper und ihres Platzes in der Gesellschaft.

Häusliche Gewalt hat Susan Meiselas in ihrer Serie Archive of Abuse thematisiert. Anfang der 1990er-Jahre wurde die Fotografin eingeladen, eine Sensibilisierungskampagne zum Thema häusliche Gewalt in San Francisco zu unterstützen. Meiselas verwendete dafür Material aus Polizeiberichten und legte ihren Fokus auf die visuelle und textliche Dokumentation der Verbrechen. Die so entstandenen Collagen wurden im öffentlichen Raum plakatiert, um ein breiteres Bewusstsein für die vielfältigen Formen der Gewalt an Frauen als strukturelles Phänomen zu schaffen.

Termin
Sonntag, 16. Jänner 2022 um 15.00 Uhr im Kunst Haus Wien (Untere Weißgerberstraße 13, 1030 Wien)
Die Überblicksführung dauert 60 Minuten. Zusätzlich zum Eintritt ist eine Führungsgpauschale von 3 Euro zu zahlen.
Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich, die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Teilnahmebedingungen laut aktuellen COVID-19-Schutzmaßnahmen.

Weitere Informationen:
Kunst Haus Wien
Kunst Haus Wien - Facebook

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