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v.l.n.r. Timna Brauer, Ruth Brauer-Kvam, Danielle Spera, Jasmin Meiri © Barbara Nidetzky

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Di, 9. November Jüdisches Museum

Jüdisches Museum Wien erhält Arik Brauer Skulptur

Das Jüdische Museum Wien, ein Museum der Wien Holding, enthüllte Montag, den 8. November 2021, mit der Familie von Arik Brauer eine Skulptur, die der Anfang 2021 verstorbene Künstler dem Museum vermachte. Die Skulptur „Kristallnacht“ ist für Besucher*innen ab sofort im Schaudepot des Museums zu sehen.

Die Skulptur aus gebranntem Ton zeigt eine Figur, die eine angedeutete Torarolle in Händen hält und ist nun im Schaudepot des Jüdischen Museums Wien zu sehen. Arik Brauer schrieb dazu: „Die Bibel ist es, die uns und unseren Vätern beigestanden, denn nicht nur einmal, sondern von Generation zu Generation waren wir bedroht vernichtet zu werden, und der Heilige rettete uns.“ Das zweite Exemplar dieser Figur steht im Garten des Hauses der Familie Brauer.

Direktorin Danielle Spera: „Wir sind dankbar für diese Schenkung von Arik Brauer. Nach unserer vielbeachteten Ausstellung „Alle meine Künste“ über das künstlerische Universalgenie Arik Brauer können wir durch diese Schenkung auch dauerhaft im Museum an ihn erinnern.“

Wien Holding-Geschäftsführer Kurt Gollowitzer: „Die Schenkung ist eine Bereicherung für das Jüdische Museum Wien. Ich freue mich sehr, dass unsere Besucher*innen die Skulptur des großartigen Künstlers Arik Brauer ab sofort im Schaudepot des Museums erleben können.“

„In der Nacht von 9. auf 10. November 1938 fanden in Deutschland und Österreich von den Nationalsozialisten organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Jüdinnen und Juden statt. Große Teile der Wiener Bevölkerung beteiligten sich. Es wurde geplündert, geprügelt und viele Jüdinnen und Juden wurden in Konzentrationslager deportiert. Es gab aber auch einige Wienerinnen und Wiener die den Mut aufbrachten Jüdinnen und Juden helfend zur Seite zu stehen.“ (Arik Brauer)

Arik Brauer (1929 - 2021)
Arik Brauer war ein künstlerisches Universalgenie. Im Wiener Vorort Ottakring geboren, wuchs er als Gassenbub mit jüdischen Wurzeln auf. Der „Anschluss“ 1938 beendete brutal die sorglose Kindheit. Sein Vater, ein Schuhmacher, wurde in der Schoah ermordet. Nach der Befreiung 1945 studierte Brauer an der Akademie der bildenden Künste Wien. Er reiste mit dem Fahrrad durch Europa und Afrika, trat als Tänzer auf und zog schließlich mit seiner Frau Naomi nach Paris. Als etablierter Maler kehrte er nach Wien zurück. Durch seine im Wiener Dialekt verfassten Lieder wurde er zu einem Wegbereiter des Austropop. Das Judentum und die Bibel prägen sein Werk, das von Feinfühligkeit, Humor und gleichzeitig kritischer Analyse gesellschaftspolitischer Themen gekennzeichnet ist.

Weitere Informationen:
Jüdisches Museum Wien
Jüdisches Museum Wien - Facebook

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